Keine Panik!Posted by Holger Schauer in
German, Politics
Endlich mal wieder 'ne gute Nachricht aus Freiburg: netzpolitik.org zitiert den Freiburger Chef des Max-Planck-Institus für ausländisches und internationales Strafrecht Hans-Jörg Albrecht im aktuellen SPIEGEL, der die aktuelle Debatte um die ach-so-schrecklichen "Wir-werden-alle-STÖRBEN!"-Rufe nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts kommentiert, dass die deutsche Umsetzung der EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung nichtig sei und hohe Hürden bei einer erneuten Umsetzung zu beachten seien:
Er hält sie für “leicht hysterisch, politischen Interessen geschuldet und überhaupt nicht nachvollziehbar”. Die aktuelle “Panikstimmung” sei “durch keinerlei Hinweis aus Forschung und Praxis belegt”, sagt er. Das passt auch sehr gut zu den Fakten zur aktuellen Diskussion um die Vorratsdatenspeicherung auf netzpolitik.org, die einen schöne Zusammenstellung der schönsten Panikmache-Schlagzeilen und Antworten darauf bietet. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang auch, die Darstellung von Frank Rieger vom CCC in der FAZ, die noch vor dem Urteil erschienen war und die die Grundlage der Bewertung des BGVH nochmal sehr schön zusammenfasst. Holzauge, sei wachsam!Posted by Holger Schauer in
German, Media, Politics
Es gibt diese Woche aktuell zwei schöne Meldungen aus Datenschützersicht: EU-Parlament kippt SWIFT-Abkommen. und Schwarz-Gelb rückt von Internetsperren ab. Das klingt erstmal prima, denn es bedeutet, dass es keine offiziell genehmigte Lieferung von Bankdaten im großen Stil von der EU in die USA geben wird und "man" vielleicht doch nochmal drüber nachdenken wird, ob das Löschen von Kinderpornographie dem leicht zu umgehenden Sperren der Webseite vorzuziehen ist. Man könnte also auf den Gedanken kommen, dass die ganzen Diskussionen im letzten Jahr nun endlich nach Abklingen des (Bundes-)Wahlkampfgetöse zu einer Einsicht bei unseren herrschenden Volksvertretern geführt haben.
Aber so einfach ist die Lage dann leider nicht. Kommen wir zuerst zum Thema Internetsperren: Im Endeffekt ist der Stopp für Zensursula-Stoppschilder zweifelhaft, wie die Kollegen bei netzpolitik.org in Bundesregierung will Zensursulagesetz, aber es nicht anwenden detailierter ausführen. In der Tat ist es momentan so, dass wir bisher nur Meinungsbekunden und Ankündigungen haben, aber noch nichts greifbares. Wie so was laufen kann, sieht man ja bei der Diskussion um die Hotelier-Steuererleichterung: Auf die Einsicht, dass man da vielleicht nicht so ganz glücklich agiert hat, kommt schnell ein "Weiter so", denn jedwedes Eingeständnis eines Fehlers könnte ja schon im nächsten Wahlgang (NRW im Mai) wieder Stimmen kosten. Und man darf nicht vergessen, dass an anderer Stelle (Jugendmedienschutz) gerade eine ganz ähnliche Stoßrichtung verfolgt wird. Kristian Köhntopp hat dazu eine gerade zu besorgniserregende Analyse zum geplanten Jugendmedienschutz-Staatsvertrag verfasst, die sehr plausibel völlig andere Beweggründe für das geplante Vorgehen nennt: Das geht von wirtschaftlichen Interessen von Medienherstellern über den elektronischen Personalausweis bis zur Einrichtung/Stärkung einer Zensurinfrastruktur. Man erlebt ja auch ein Deja Vu beim Thema Software-Patente: Die entsprechenden Lobbyisten haben sich nach ihrer Niederlage vor einiger Zeit zu einem erneuten Angriff formiert, so dass es eine erneute Aufforderung zum Widerstand (sprich: Petition gegen Softwarepatente) gegen die neuerlich Auflage einer Einführung von Softwarepatenten auf EU-Ebene gibt. Kommen wir zu SWIFT: Liest man mal den Bericht bei Heise zum Kippen des SWIFT-Abkommens, dann findet man da schön aufgelistet, mit welchen Tricks man noch versucht hat, das heutige Ergebnis zu verhindern. Und Verhandlungen über ein neues Abkommen sind schon konkret anvisiert -- das klingt nicht danach, als wäre das Thema vom Tisch. Man wird aufpassen müssen, dass man nicht mit wachsweichen Alibiformulierungen den anvisierten Status quo doch noch durch die Hintertür etabliert. "Man" sind dabei eigentlich alle, die verstanden haben, dass die Meinung "ich habe doch nichts zu verbergen" nicht zielführend ist. Und wer das noch nicht verstanden hat, dem sei der folgende Artikel von Christiane Schulzki-Haddouti bei heise online über die Gefahren der Vorratsdatenspeicherung empfohlen. Die interessante Frage ist jetzt, was erleben wir da diese Woche eigentlich mit den scheinbaren "Niederlagen"? Im EU-Parlament ist es womöglich hauptsächlich zu einer Ablehnung von SWIFT gekommen, weil der vorausgegange Schachzug der Kommission, das Abkommen schnell an den Abgeordneten vorbei (vor der Konstitution des neuen Parlaments) zu installieren, möglicherweise zu einer Art Revange geführt hat. Dann wäre die Ablehnung nichts anderes als ein Winkelzug im Machtspiel zwischen Kommission und Parlament und somit von wenig Wert für eine Neuauflage. Spannender noch ist jedoch die Ankündigung von Schwarz-Gelb: Ist das ein Zugeständnis seitens der Konservativen an die sog. Liberalen, die dafür im Gegenzug etwas anderes durchgehen lassen? Zum Beispiel eine Einigung beim Einsatz von Nackscannern? Das wird man wohl abwarten müssen, aber spekulieren ist erlaubt und aufpassen explizit erwünscht. New records for the massesPosted by Holger Schauer in
Music
While this year is still young, I just finished writing my second review for the (German) plattentests.de. But it's been some time since my last post, so I'll also go over records from the last months that I hadn't mentioned previously.
One of the nicer surprises of last year was the new album by the Editors, "In this light and on this evening". Much less reduced pathos in comparision to their last album "An end has a start" (see my more detailed discussion of the old record here). And they still try to find new ways to vary that one old song. (8/10) The same can not be said for Dial M for Murder!, "Fiction of her dreams", which I received for review for plattentests.de. They, too, are in the Interpol/Joy Division/etc.-sound-a-like genre, but the singer has a sometimes unnerving voice. Add 80-style keyboards and you have a record that nobody misses a review for. (5/10) But it can get even worse: Echo & the Bunnymen, "The fountain", which I reviewed in more detail for plattentests.de, is a real disappointment, especially as their former album was a real nice comeback for this 80s heroes of guitar wave. This time all they come up with is another weak attempt of becoming the little brother of the Simple Minds. (4/10) The Church show on "Untitled #23" (also reviewed for plattentests.de) how to just keep going constantly without losing credibility over a time about as long as the Bunnymen. A nice trip into the blue sky between the green earth and the dark cold universe, as usual. (6/10) And the last of the records I reviewed last year, was The Xx, "The Xx" which is a very reduced low-tone record with a very nice, although cold ambiente. The young couple are not really comparable to, say, the White Stripes, as their music is much more electronic, although they are clearly grounded in alternative music. A very concise and atmospheric record, but also sometimes a little too cold and without much variation. (7/10) But 2009 had even more to offer: The great Sonic Youth also made a new record, called "The eternal". What can you say? You get what you can expect, basically. I find the record more interesting than the last one, which is in part because the guitars are this time often so catchy instead of noisy. It's probably safe to call "The eternal" the most poppy sounding record Sonic Youth have made so far. (8/10) Of course, I couldn't ignore Them Crooked Vultures, "Them Crooked Vultures": If there has ever been an Alternative super group, this is probably it. But the nice thing is that it's also a fantastic rock record. (8/10) The first record for review this year was The Black Box Revelation, "Silver threats". These two guys make music somewhere between alternative rock and blues ala Jon Spencer, and nobody will be missing anything (instrument-wise, I mean). Overall, a fine record, although some songs are a little bit overdone. (6/10) Finally, my review of the Die Aeronauten, "Hallo Leidenschaft" is just online. This Swiss band makes German pop roughly according to the so-called Hamburger Schule (school of Hamburg), which means that you can intelligent texts and catchy guitar takes. But the Aeronauten add a lot of brass sounds and do a lot to not get stuck with this not exactly new style. (6/10) The rest will followPosted by Holger Schauer in
Music
It's this time of the year again: Jahrespoll @plattentests.de again. You can still participate until 31. December 2009 and maybe win one out of 25 packages with CDs, shirts etc.
Here are my votes for this year: Continue reading "The rest will follow" Nicht erst spät in der Nacht vermatschen die GehirnePosted by Holger Schauer in
German, Media
Gestern abend hat die ARD zum zweiten Mal Frank Schirrmacher ausladend Gelegenheit gegeben, sensationsheischend Werbung für sein neuestes Buch "Payback" zu machen: Er war zusammen mit Jauch bei Beckmann zu Gast und beide ließen sich über die "Reizüberflutung", "Abhängigkeit" durch das "Internet" und die "Durchleuchtbarkeit des Menschen durch die Maschine" aus.
Liebe Freunde des gedruckten Wortes auf totem Holz: get a life. Ganz ähnlich wie Kris habe ich das Gefühl, mal wieder einigen Leuten vom falschen Planeten oder aus dem falschen Jahrtausend gesehen zu haben. Nur mit dem Unterschied, dass die zwei da gestern das "in letzter Zeit" das "Internet" entdeckt haben und nun erhebliche Anpasssungsschwierigkeiten haben -- so wie die Leute, denen man früher die Schreibmaschine wegnahm, um sie mit einem Computer zu ersetzen. Der größte Witz dabei ist, dass die beiden Intellektuellen offenbar auf ihrem ureigensten Gebiet verlieren: Wenn man als Bildungsbürger (oder deren Wissensikone) eines gelernt haben sollte, dann ist das die Filterung von Informationen. Es gibt keinen Zwang das mitzumachen, was die beiden da als Gefahr sehen: Weder muss man den ganzen Tag online sein und sich von jeder Email ablenken lassen, noch muss man alle Geheimnisse irgendwelchen Firmen anvertrauen und man kann auch weitere als nur die ersten drei Suchtreffer anklicken. Das ist allerdings überhaupt nichts neues, denn auch schon früher musste man nicht jeden klingelnden Anruf direkt annehmen, nicht seinen Namen usw. bekannt machen, wenn man ein Buch suchte, noch seine Bankverbindung jedem mitteilen, dem man nach dem Weg fragt. Wenn noch nicht mal gestandene Medienleute in der Lage sind, Suchergebnisse kritisch zu hinterfragen und gegenzuprüfen, dann gute Nacht. "Warum wir im Informationszeitalter gezwungen sind zu tun, was wir nicht tun wollen, und wie wir die Kontrolle über unser Denken zurückgewinnen" (so der Untertitel von Schirrmachers Buch) -- ja, mein Gott, das Hirn nicht abschalten, wenn man den Rechner oder das Handy einschaltet. Aber ja, natürlich ist es so, dass heute viele Leute all das Unsinnige tun (nur den ersten Link klicken, alle privaten Geheimnisse rausbrüllen). Das sind aber die gleichen, die schon früher jede Schlagzeile der Bildzeitung geglaubt haben, die "keine Geheimnisse", weil sie ja eh nichts zu verbergen hatten und die auch in der Bibliothek/Buchhandlung ohne Unterstützung hoffnungslos von der schieren Menge der erhältlichen Bücher erschlagen waren. Wenn Schirrmacher dann fordert, dass wir heute in der Bildung mehr auf die Förderung des Denkens achten sollten als auf das bloße Faktenwissen, dann, aber auch genau nur dann, kann man ihm nur zustimmen. Warum er aber scheinbar glaubt, dass diese Fähigkeiten irgendwie besonders durch die Allgegenwärtigkeit von Rechnern, Internetzugängen und Informationen aller Arten gefordert sind, man diese im Umkehrschluss sonst aber nicht braucht, ist mir schleierhaft. Aber nicht nur mir, auch die Welt titelt schön Jauch und Schirrmacher scheitern am Internet und es war auch (natürlich, war ja Beckmann) keiner da, der ihnen hätte helfen können. Es kam zwar alibiweise ein Blogger (dessen Name ich mir leider nicht gemerkt habe) für ca. 15 Sekunden per Spot für einen (sehr treffenden) Kommentar zu Wort, aber dessen Vermutung, dass Schirrmacher "Angst vor dem Verlust der Deutungshoheit" hätte, wurde von diesem gleich beiseite gewischt. Bleibt die Gewissheit, dass ich mein müdes, vermanschtes Gehirn gestern abend besser zur Ruhe gebettet hätte anstatt es dieser "wahnsinnigen Flut" an Nicht-Informationen und (Buch-)Werbemüll auszusetzen. Aber immerhin habe ich es nur versäumt, die Flimmerkiste auszuschalten, nicht das eigenständige Denken und Handeln. PS: Noch ein Wort zum Thema "Manipulation des Wissens der Menschen durch Suchinformationen" sei gestattet. Ja, ich benutze Suchmaschinen. Meistens Google. Aber nicht nur. Die meisten Informationen, die ich aus dem Netz ziehe, werden originär erstellt. Die Informationsanbieter sind dabei durchaus klassische Medienproduzenten (wie etwa Zeitungen oder Nachrichtenproduzenten), aber natürlich auch eine Menge an anderen rein im Internet vertretenen Anbietern, Blogs wie netzpolitik.org oder diverse sog. Planets und News-Aggregratoren etwa. Was ich lese, entscheide ich dabei absolut gleichwertig wie bei herkömmlichen Medien anhand einer von mir aufgrund von Rezeption zugesprochenen Vertraubarkeit/Verlässlichkeit (engl. Credibility). Natürlich lese ich nicht alles, was da alles produziert und angeboten wird. Nicht irgendeine Maschine entscheidet für mich, was relevant ist, sondern ich mache das. Aber natürlich nach einer Vorfilterung, was aber wiederum nichts neues ist, denn auch die Zeitungsmacher entscheiden etwa für mich, was ich am Morgen lesen kann. Insofern ergibt sich da für mich keine neue Situation, ich muss genau wie vorher versuchen, ein vielfältigen Blick auf eine bestimmte Information zu bekommen, um sie verlässlich bewerten zu können. BTDT. Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniertPosted by Holger Schauer in
Freiburg, German, Politics
Manchmal hasse ich es, wenn ich recht behalte. Die Wahl ist vorbei (vorläufige offizielle Gesamtergebnisse,Ergebnisse für Freiburg) und erwartungsgemäß dürfen wir uns jetzt auf weitere acht Jahre Merkel oder zumindest CDU-Regierung einstellen. Acht, nicht vier, weil zu erwarten ist, dass sich die SPD in den nächsten vier Jahren derart selber zerlegen wird (obwohl es ja kaum vorstellbar ist, dass es noch schlimmer geht), dass sie gar keiner mehr wählen wird und nicht damit zu rechnen ist, dass sich bis dahin eine der anderen "kleinen" Parteien aufschwingen kann, ihre Nachfolge anzutreten. Spätestens dann wird das beidseitige Projekt 18 erledigt sein: die SPD und die FDP nähern sich der Zahl rasant an, wenn auch von unterschiedlichen Seiten. Die Piraten, die diesmal gerade mal auf 2% gekommen sind, werden es ebenfalls nicht leicht haben. Es wird interessant werden zu beobachten, ob in vier Jahren nochmal das Thema Bürgerrechte vergleichbar Wahlkampf-relevant sein wird, wie etwa von den Jungs bei netzpolitik.org erwartet: Ich kann mir das kaum vorstellen, denn es steht zu befürchten, dass wir dann noch viel dringendere Themen haben werden (weitere Umverteilung von unten nach oben, Wiedereinstieg/Laufzeitverlängerung Atomkraftwerke, Gentechnik ...).
Update: Ich hasse es, wenn ich recht behalte. Aber nochmal zurück zum gerade gelaufenen Wahlkampf: Hier in Freiburg (aber vermutlich nicht nur hier) hat die FDP recht geschickt agiert und sich als Partei der Bürgerrechte dargestellt, völlig unbenommen davon, was sie so alles mitbeschlossen haben. Das führt im Zusammenspiel mit der Wahrnehmung der Piraten als Ein-Themen-Partei vielleicht bei so manchem potentiellem Wähler dazu, dass er lieber die bekannte, nicht ganz so einseitig wirkende, und auch im politischen ältere und somit erfahrerene wirkende Partei gewählt hat -- da habe ich seitens der Piraten keinerlei Auseinandersetzung mit der Konkurrenz gesehen. Auch sind vergräzte SPD-Stammwähler schon immer gerne auf die FDP ausgewichen, womöglich hat da auch der eine oder andere doch noch auf die Ampel gehofft. Ich finde es recht interessant zu beobachten, dass schon in diesem Wahlkampf die (zumindest werbeseitige) Umarmung der Themen der Piraten stattfindet -- hier wird es interessant werden, zu sehen, wie die junge Partei damit umgeht, und ob sie versuchen wird, sich abzugrenzen oder ob sie eher den Schulterschluss sucht. New records for the massesPosted by Holger Schauer in
Music
So again quite some time has passed since the last record overview, but at least I'm writing the second one this year, which is more than I managed the last two years. Hey, you've got to set reasonable goals, don't you? Okay, here we go.
I only had one record for review in the meantime, "Dirty king" by The Clicks. This one seems to get a little bit of media attention on the other side of the ocean, but this alone isn't a convincing argument to write a review for plattentests.de: either the record must be liked by the reviewer or popular enough to justify writing a bashing. Neither was the case for this one, as The Clicks sound like just another boring radio aiming rock band. (4/10) Up next is another disappointment, the "The pariah, the parrot, the delusion" by Dredg. It has to be said that the new album isn't any worse than their former one, but still it's too poppy and too half-hearted to be a great alternative album. (5/10) Also not too convincing is "Wavering radiant" by Isis. Just like their previous records, Isis sound like a somewhat more subtle Tool cover band with the occasional shouting thrown in for good measure. Unfortunately, it's hard to see any difference to their previous record and the shouting goes a little bit on my nerves this time. The song structures are a bit too predictable, too. (5/10) But there are The Horrors with "Primary colours" which make up the disappointment easily. One might say they sound like a mix of The Cramps and The Cure which results in some rather interesting songs. There is no real hit single on the record but a lot of great tunes. (7/10) A lot of media attention has also been given to Gossip, in fact I became aware of them via a MTV clip, which I very rarely watch. "Music for men" is the name of their new record. There are some really great songs on it, some sound like a less pathetic second coming of Toyah, while others are even punkier. But on the other hand there are also some really boring pop tunes on it, so judging the overall record isn't easy. (6/10). While I was buying some records, my favourite record store played Black box revelation's "Set your head on fire" which immediately struck a chord with me. References would include bands ranging from Jon Spencer Blues Explosion to the StereoMCs. While there are some not so convining tracks on the album, overall it's a perfect summer record. (7/10) Finally, I've bought a best-of compilation called "Suck and swallow" by the Hard-ons, a pretty well known australian surf and hardcore band. This is clearly a you get what you pay for record, so nothing exciting can or needs to be said. (7/10) In the section "records from the crypt" I've bought two new old records: First, that's "Elephant" from The White Stripes with the infamous "Seven nation army" which was indeed the reason I bought the record in the first place. But there always has been the nagging urge to try to further understand the hype behind the White Stripes. I think I get it now. Looking back it's pretty funny that I've liked both the Raconteurs and the Kills earlier than the White Stripes. (8/10) Next, there is "Goo" from Sonic Youth. The other day I went out to my trusty old record shop to buy the new Sonic Youth album, but instead went home with "Goo". I can hear my shelf screaming "Oh no, not another Sonic Youth disc", as this is probably disc number six or seven in my collection. I bought it mostly because of its cover, having heard most of the songs as far back as 1990 on a lousy live recording on tape. One of the best records of Sonic Youth, including such hits as "Kool thing", which rightly deserves its own Wikipedia page. (9/10) The new Sonic Youth was just sold out, btw. Finally in the section 'Found and lost', we have the new albums from The View and The Whitest Boy Alive: both have been tested and been judged as not required. "Which bitch", the album by the View, makes the Killers sound as if they would have learned something from the 80s -- the View surely haven't. "Rules" on the other hand substitutes electronics for guitars, which results in an album that just can't keep up with their first record. Ever fallen in lovePosted by Holger Schauer in
Computer, Music
Through this infoworld article on the greatest cults in IT I've discovered a new band: Press play on tape. The music isn't exactly what I'm listening to daily, but I have to admit I know probaby nearly all the songs they play: cover versions of old commodore C64 tunes. I also have to admit that I'm still not sure what to make of this, but the cover version of "Crazy comets" is quite cool.
Einmal Hongkong und zurückPosted by Holger Schauer in
Freiburg, German
Gestern abend trat Rainald Grebe im Rahmen der sogenannten Geflügeltage im ausverkauften Vorderhaus der Fabrik auf. Einem Freund hatten wir zu verdanken, dass wir doch noch an Karten kamen (danke nochmals, Martin). Ich hatte mir ja so einiges versprochen von dem Auftritt, aber es war ein wirklich fantastischer, sehr lustiger Abend: Ich habe lange nicht so viel Sprachwitz erlebt [*]. Dass er die Dynamik, mit der er seine Texte mit und ohne Klavier vorgeträgt, über zweieinhalb Stunden durchhält, erklärt sicher auch, warum Rainald Grebe ein bisschen wie ein Hungerhaken aussieht. Ein sehr cooler Abend und eine wärmste Empfehlung an alle, sich den Herrn mal genauer anzusehen und anzuhören. BTW: Die Geflügeltage mit weiteren guten Leuten gehen noch bis zum 9. Mai. Und im Juli kommt dann Hagen Rether ins Theater (ebenfalls von der Fabrik veranstaltet).
[*] Das stimmt nicht ganz: Max Goldt, kürzlich im E-Werk zu Gast, ist in Sachen Sprachwitz auch nicht zu verachten. Aber eine Lesung hat nicht so viel Dynamik wie ein Klavierkonzert und bietet mehr Möglichkeiten, die Grebe auch zu nutzen weiß, zu improvisieren und zu spielen. Die ein oder andere Grimasse und sonstige Aktion unterstreicht das Ganze dann noch. New records for the massesPosted by Holger Schauer in
Music
I haven't written a lot under this title in the last year, mainly because I never felt like it. This doesn't imply I stopped writing for plattentests.de (German), but I didn't write as much as I did. That won't change, however, I'll see if I can write a little about the music I get my hands on. I won't cover here now the entire 2008, but 2009 is still relatively fresh, so I'll try to talk about the records I've heard of this year so far.
My latest review for plattentests.de is the new from Bob Mould, "Life and times". That's the guy who kicked punk from hardcore to post-punk with his band Husker Du and also the one whose alternative band Sugar was quite succesful in the first half of the 90s. The new record is a mix of more quite songs and the usual alternative rockers, sugar-style, so if you know Mr. Mould, I can assure you you'll get what you pay for. (7/10) The previous review was about Demons, "Ace in the hole". If you like punk rock firing straight out of the garage, along the likes of New Bomb Turks or Turbonegro, these Swedes are going to kick your ass. (7/10) This years favourite so far is the new album "The century of self" by ... And you will know them by the trail of dead. I'm planning to write a longer review of the record here (i.e. for my blog), but I can say so much that I like it much more than their previous record "So divided". The new record contains at least partly more noisy songs and is a little less pathetic, so over all well done. Although, I must admit the surprises are not so numerous this time. (8/10) Another nice record is the new one by The Decemberists, "The hazards of love". It's somewhere between a folk and a traditional hard-rock album, but what I find interesting is that it's a completely interleaved story about "Margaret". Great story telling, nice music, what else do I need? (7/10) Then there is the new Franz Ferdinand, "Tonight: Franz Ferdinand". Although I've become rather sick and tired of this kind of disco indie pop, Franz Ferdinand are somewhat of a special exception to me. And, hey, with "No you girls" in the advert every evening, everybody is going to talk about them anyway, so I'm kind of forced to buy it, no? However, I've probably shouldn't have give in to the urge. (5/10) Okay, so far so few. There's still a lot of records I have to check out: Whitest Boy alive, Morrissey, Mando Diao, The View all have new albums and the White Lies also got a nice review on plattentests.de. And there's guaranteed more to come. Kleine Unterbrechung für einen VeranstaltungshinweisPosted by Holger Schauer in
Freiburg, German, Music
Ich selber werde am morgigen 20.2. nicht in Freiburg, sondern beim Skifahren anderswo sein, aber wenn ich hier wäre, würde ich mir das morgige Konzert im Waldsee von The Horror The Horror anhören. THTH machen Indie-Gitarrenpop im klassischen Stil, so zwischen den Strokes und den Smiths (Reviews auf Plattentests.de siehe hier und hier). Es ärgert mich fast ein bisschen, dass ich das Konzert verpasse, denn ihr letztes Konzert im Jos Fritz war überfüllt und von miesem Sound geprägt. Im Waldsee dürften die Voraussetzungen besser sein.
A cloud of words: yes, they canPosted by Holger Schauer in
Knowledge processing, Politics
I'm not one of the people to get over-excited by the new US presidency, hence I normally wouldn't have any reason to say anything about it here. As a computational linguist, however, I can't let ReadWriteWeb's word cloud comparison of Obamas inaugeral speech to former speeches go unnoticed. From a casual look, it seems as if Bush communicated a lot clearer what his presidency would be about, at least looking back on the last years. Of course, all that talk about liberty and freedom was probably just advance justification for the aggressive actions to come. The word cloud analysis of Obama looks much broader but also much more unspecific to me -- which matches the image I got from the media pieces of his previous election speeches, too. It will be very interesting to see if Obama can fulfill all the wishful thinking people approach his presidency with (I wouldn't hold my breath, though) -- and, in some future time, how one might look back on that word cloud and which interpretation one is going to associate with all these terms.
Europa, EntropaPosted by Holger Schauer in
German, Media
"Europa" fühlt sich durch ein Kunstwerk namens Entropa (Fotostrecke bei Spiegel online) beleidigt (lt. Welt online).
Eine hübsche Metonymie: Einzelne Politiker empören sich und schon ist die ganze EU beleidigt. Noch besser daran finde ich aber, dass das Werk mittlerweile als "Kunst-Jux" bezeichnet wird, s. etwa die Betitelung der oben verlinkten Fotostrecke. Wo steht geschrieben, dass Kunst sich nicht satirisch oder humorisch mit Inhalten auseinander setzt? Mir gefällt etwa die Darstellung Deutschlands (Spiegel online) ausgezeichnet. Nicht, dass ich Kunstkritiker wäre, aber ich halte die Gesamtinstallation durchaus für ein gelungenes Kunstwerk. You're wondering nowPosted by Holger Schauer in
Media, Programming
Herb Sutter announces that Dr.Dobbs Journal is permanently suspending print publication and going web-only as of January 2009. I've used to be a long-time subscriber of DDJ -- several not-so-excited friends that recently helped moving into our new flat are my witnesses. Actually, I've stopped my subscription (and we're talking about a way to expensive subscription via a German importer, here) roughly one or two years ago, since I couldn't keep up with my reading but occasionally I've regret that I no longer receive it. Now, it seems to me like the last printed programming related magazine is going down the drain -- sorry, you Java and PHP magazines floating around, but your content isn't nearly as interesting as what DDJ had as it was ultimately the mix of different topic and opionated editorials that made DDJ so unique. Perhaps now I should hurry and finally buy the DDJ developer library dvd covering 21 years of DDJ articles. I'll keep an eye on what will happen to DDJ as a web publication.
Pastafari, ever living, yeah pastafariPosted by Holger Schauer in
German, Life
Gestern war das Topthema der Tagesthemen, dass aktuell in den USA immer mehr Menschen die Kirchen füllen. Im Zeichen der Finanzkrise suchen die Menschen nach Halt im Glauben. Da die Suche nach dem Sinn, dem Universum und dem ganzen Rest auch mir schon immer ein Anliegen war, war ich riesig erfreut, als ich an diesem Wochenende per Zufall in einer unscheinbaren Buchhandlung eine Entdeckung machte, die mein Leben und mein Bild der Welt völlig auf den Kopf stellte: das Evangelium des Fliegenden Spaghetti Monsters. Endlich eine Religion, die meine Spaghetti Bolognese-Anhänger in der Familie sofort begeistert. Leider bin ich ja noch ein Neuling in der Welt des Pastafarismus, daher überlasse ich das Missionieren lieber anderen (etwa der EVKdFSMiD), aber meine Begeisterung und mein Staunen über die Weisheit des FSM musste ich in die Welt tragen.
ObTitle: Bob FSMarley, "Pastafariman vibration"
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